Was ist das eingebaute Kundendisplay?
Viele moderne POS-Geräte haben einen zweiten Bildschirm auf der Rückseite, der für den Kunden gedacht ist. Bisher hat Android diesen Bildschirm einfach gespiegelt — der Kunde sah die ganze Kassen-Oberfläche inklusive Bedienelemente und Stammdaten. Das ist hässlich und für die DSGVO problematisch.
Ab BISpicy POS Version 1.1.10 erkennt die App den zweiten Bildschirm automatisch und zeigt dort eine speziell für den Kunden gestaltete Ansicht — dieselbe Anzeige wie auf einem extern gekoppelten Display-Tablet, nur ohne Pairing und ohne zusätzliche Hardware.
Unterstützte Geräte
Die Erkennung erfolgt automatisch über die Standard-Android-Schnittstelle (DisplayManager). Das funktioniert auf praktisch allen Dual-Screen-POS-Geräten am Markt:
| Hersteller | Modelle (Auswahl) | Status |
|---|---|---|
| iMin | I23D02-01, D3, D4, D4 Pro, Swan 1, Swan 1 Pro, Swan 2, Crane 1 | Unterstützt |
| SUNMI | D2 mini, D2s, D3 mini, D3 Pro, T2s, T3 Pro | Unterstützt |
| PAX | A920 Pro Dual Screen, E700, E800 | Unterstützt |
| Newland | NQuire 1000 Manta, NQuire 750/850 Stingray | Unterstützt |
| CCV | Fly Next, Pad Next | Unterstützt |
Aktivieren
1App neu starten
Beim ersten Start nach dem Update auf Version 1.1.10 prüft BISpicy POS automatisch, ob ein zweiter Bildschirm vorhanden ist.
2Dialog bestätigen
Erkennt die App einen zweiten Bildschirm, erscheint ein Dialog:
„Eingebautes Kundendisplay erkannt — Dein Gerät hat einen zweiten Bildschirm. Soll BISpicy POS diesen als Kundendisplay verwenden? Du kannst die Einstellung jederzeit unter Multi-Geräte ändern.“
Tippe auf „Ja, aktivieren“. Der hintere Bildschirm zeigt jetzt das BISpicy-Logo und den Willkommensgruß.
3Verkauf testen
Scanne ein paar Artikel — der Warenkorb erscheint live auf dem Kundendisplay. Starte den Zahlvorgang — der Betrag und ggf. ein QR-Code (für PromptPay) wird angezeigt. Schließe den Verkauf ab — der Kunde sieht den Beleg-QR-Code für den digitalen Bon.
Der gesamte Inhalt ist identisch zu dem, was auf einem extern gekoppelten Display-Tablet angezeigt würde.
Was wird angezeigt?
Das eingebaute Kundendisplay zeigt vier verschiedene Bildschirme — automatisch passend zum Kassen-Zustand:
Im Leerlauf
Firmenlogo (Größe stufenlos einstellbar), Willkommensgruß (mehrsprachig konfigurierbar), Firmenname. Auf Wunsch zusätzlich ein DSGVO-Hinweis als QR-Code (für SumUp-Nutzer).
Beim Kassieren
Laufende Artikelliste mit Mengen, Stückpreisen, Modifikatoren und Gebinde-Info. Zwischensumme, Rabatt und großer Gesamtbetrag am unteren Rand.
Während der Zahlung
Gesamtbetrag in groß. Bei Kartenzahlung dezenter Hinweis „Bitte warten…“. Bei PromptPay-Zahlung (Thailand) erscheint der QR-Code zum Scannen.
Nach dem Abschluss
Dankes-Gruß, Gesamtbetrag, Zahlungsart und der Beleg-QR-Code für den digitalen Bon. Der Kunde scannt den QR mit dem Handy und bekommt eine digitale Quittung.
Logo-Größe anpassen: Unter Einstellungen → Kundendisplay → Anzeigeoptionen lässt sich bei aktivem Firmenlogo die Logogröße per Schieberegler stufenlos einstellen — mit Live-Anzeige des aktuellen Werts in Pixeln. Die Größe gilt für das eingebaute wie für ein extern gekoppeltes Display und ist auch zentral über das Kundencenter/BIS ERP steuerbar (Kundendisplay → „Logo-Größe (px)“).
Eingebaut vs. Extern gekoppelt
Beide Wege existieren parallel. Du kannst sie sogar gleichzeitig nutzen — die Inhalte sind identisch.
| Eingebautes Kundendisplay | Externes Display-Tablet | |
|---|---|---|
| Voraussetzung | POS-Hardware mit zweitem Bildschirm | Zusätzliches Android-Tablet |
| Pairing | Nicht nötig — Auto-Erkennung | QR-Code-Pairing einmalig |
| Verbindung | In-Prozess (auf demselben Gerät) | Lokales WLAN (WebSocket) |
| Verzögerung | ≈ 0 ms (kein Netzwerk) | 10–50 ms im LAN |
| Stromversorgung | Mit der Kasse | Zweites Netzteil nötig |
| Mehrere gleichzeitig | Eines pro Kasse | Beliebig viele pro Kasse |
| Typische Verwendung | Selbstbedienungs-Theke, Friseur, Massagestudio, kleiner Einzelhandel | Großer Tresen mit getrenntem Kunden-Tablet, Theke vorn + Bar hinten |
Einstellungen ändern
Die Einstellung lässt sich jederzeit ein- oder ausschalten:
- Öffne Einstellungen → Multi-Geräte
- Im Bereich „Eingebautes Kundendisplay“ siehst du das erkannte Gerätemodell und die Auflösung
- Schalte den Toggle „Als Kundendisplay verwenden“ ein oder aus
Fernwartung über das Kundencenter
Die Einstellung wird mit dem BISpicy-Kundencenter (BISRemote) synchronisiert. Ein Administrator kann sie auch ohne physischen Zugriff auf das Gerät umlegen:
- Im Kundencenter unter Einstellungen → Geschäftsfunktionen anmelden
- Den Toggle „Eingebautes Kundendisplay verwenden“ setzen
- Die Änderung wird per Push-Nachricht binnen weniger Sekunden an alle Kassen verteilt — der hintere Bildschirm reagiert sofort, kein App-Neustart nötig
Praktisches Beispiel: Ein Kunde meldet, der hintere Bildschirm bleibe schwarz. Der Support schaltet das eingebaute Display zentral ein — fertig.
Fehlerbehebung
Der zweite Bildschirm spiegelt weiterhin den Kassenscreen
Das eingebaute Kundendisplay ist noch nicht aktiviert. Öffne Einstellungen → Multi-Geräte und schalte den Toggle „Als Kundendisplay verwenden“ ein. Sobald die App die spezielle Kundenansicht zeichnet, hört Android automatisch auf zu spiegeln.
Es erscheint keine Karte „Eingebautes Kundendisplay“ in den Einstellungen
Die App findet auf deinem Gerät keinen zweiten Bildschirm. Das ist Absicht — die Karte erscheint nur auf Dual-Screen-Hardware. Wenn dein Gerät einen zweiten Bildschirm hat, prüfe ob er physisch angeschlossen ist (bei USB-/HDMI-Displays) und starte die App neu. Bei eingebauten Sekundärbildschirmen genügt meist ein App-Neustart.
Der hintere Bildschirm wird schwarz nach längerer Inaktivität
Das ist meist der Android-Bildschirmschoner. Stelle in den Geräte-Einstellungen unter Anzeige → Bildschirm-Timeout einen längeren Wert ein oder deaktiviere den Bildschirmschoner ganz. BISpicy POS hält den Hauptbildschirm wach, der hintere wird vom System unabhängig gesteuert.
Nach einem Software-Update zeigt das Display den letzten Verkauf nicht
Mit dem ersten Verkauf nach dem Update aktualisiert sich der Inhalt wieder automatisch. Beim App-Start startet die Anzeige im Leerlauf-Modus mit Logo und Willkommensgruß.
Häufige Fragen
Welche POS-Geräte haben ein eingebautes Kundendisplay?
Alle Dual-Screen-POS-Geräte mit zweitem physischen Bildschirm — iMin (I23D02-01, D3, D4, Swan 1/2, Crane 1), SUNMI (D-Serie), PAX (A920 Pro), Newland (NQuire), CCV (Fly Next, Pad Next) und viele mehr. Die Erkennung erfolgt automatisch.
Muss ich ein separates Tablet als Kundendisplay koppeln?
Nein, wenn deine Hardware bereits einen zweiten Bildschirm hat. Wer trotzdem ein zusätzliches externes Display nutzen will, kann beides gleichzeitig betreiben.
Werden Daten zwischen Kasse und Kundendisplay verschlüsselt übertragen?
Auf eingebauten Kundendisplays läuft die Anzeige im selben Prozess wie die Kassen-App — es gibt gar keine Netzwerk-Übertragung. Bei externen Display-Tablets läuft die Kommunikation über das lokale WLAN per WebSocket, Geräte werden über einen geräte-gebundenen Auth-Token authentifiziert.
Kann der Administrator das Display zentral umschalten?
Ja, über BISRemote im Kundencenter (Einstellungen → Geschäftsfunktionen → „Eingebautes Kundendisplay verwenden“). Praktisch für Fernwartung.
Kostet das eingebaute Kundendisplay extra?
Nein. Die Funktion ist Teil von BISpicy POS und in jedem Lizenz-Paket enthalten. Es fallen keine zusätzlichen Gebühren an.
Gibt es Hot-Plug-Unterstützung (USB-/HDMI-Display anstecken im Betrieb)?
Ja. Wird ein zweiter Bildschirm während des Betriebs angesteckt, erscheint der First-Run-Dialog beim nächsten Mal, wenn die Kassen-App im Vordergrund läuft. Wird das Display abgezogen, baut die App die Kundenansicht sauber ab und nimmt sie beim nächsten Anstecken wieder auf.