Die zwei Grundmodelle
Ohne Fixkosten
Nur eine prozentuale Gebühr je Transaktion, keine Grundgebühr, keine Vertragsbindung. Beispiel SumUp: Die Sätze je Kartenart (girocard, Visa/Mastercard, Amex) und der einmalige Terminalpreis stehen im aktuellen Preisverzeichnis des Anbieters.
Passt zu: wenig oder stark schwankendem Kartenumsatz, Saisonbetrieben, dem Einstieg – kein Umsatz, keine Kosten.
Mit Vertrag & Grundgebühr
Klassisches Terminal vom Zahlungsdienstleister: monatliche Kosten für Gerät und Service, dafür niedrigere Transaktionssätze. Daneben gibt es Mischformen: S-POS der Sparkassen-Welt verlangt keine Grundgebühr, rechnet aber neben dem Prozentsatz eine feste Gebühr je Zahlung ab (girocard 0,79 % + 0,10 €).
Passt zu: stabilem, wachsendem Kartenumsatz – ab einer bestimmten Schwelle spart jeder weitere Karten-Euro Geld.
Die Break-Even-Formel
Welches Modell günstiger ist, hängt nur von zwei Zahlen ab: den monatlichen Fixkosten des Vertragsmodells und der Gebühren-Differenz zwischen beiden Modellen.
Kartenumsatz-Schwelle = monatliche Fixkosten ÷ Gebühren-Differenz
Beispiel: 15 € Fixkosten, 0,3 Prozentpunkte Differenz → 15 ÷ 0,003 = 5.000 € Kartenumsatz im Monat. Darunter gewinnt das Modell ohne Fixkosten, darüber der Vertrag.
Die eigenen Zahlen dafür liefert die Kasse frei Haus: Der Tagesabschluss weist die Kartenumsätze getrennt aus – ein Blick auf die letzten drei Monate genügt, um die Schwelle mit den echten Konditionen Ihres Anbieters zu rechnen. Und rechnen Sie ehrlich mit dem Kartenmix: Kreditkarten kosten in beiden Modellen mehr als girocard.
Wer nicht selbst rechnen will: Der Gebühren-Rechner für Kartenzahlung nimmt Kartenumsatz, durchschnittlichen Bonwert und girocard-Anteil und stellt die verbreiteten Modelle mit ihren aktuellen Konditionen gegenüber – einschließlich des Fixums je Zahlung, das in der Formel oben noch nicht vorkommt und bei kleinen Beträgen der größte Posten ist. Und wenn Sie das Thema ohnehin angehen, weil ab 2027 eine digitale Bezahloption Pflicht werden soll: Dort steht, warum dabei ausgerechnet die girocard zählt.
Worauf es neben den Gebühren ankommt
Der Prozentsatz ist nur die halbe Wahrheit. Im Alltag zählen drei Dinge oft mehr: die automatische Betragsübertragung von der Kasse zum Terminal (niemand tippt Beträge ab – Zahlendreher beim 47,90-€-Einkauf sind damit Geschichte), die saubere Buchhaltung (Kartenumsätze getrennt im Z-Bon und im DATEV-Export) und die Vertragsfreiheit: Wie schnell kommen Sie aus dem Modell wieder heraus, wenn sich Ihr Geschäft ändert?
Die Kasse bleibt – egal, wie Sie sich entscheiden
BISpicy POS bindet SumUp direkt an, ist für S-POS offiziell zertifiziert (den Vertrag schließen Sie direkt über uns ab, ein Sparkassen-Konto ist nicht nötig) und spricht bestehende EC-Terminals über OPI/ZVT an. Der typische Weg: gebührenfrei starten, bei wachsendem Kartenumsatz auf den Vertrag wechseln – Artikel, Team und Abläufe bleiben unverändert, nur das Terminal daneben wird getauscht. Die Anbindung des neuen Terminals richtet der kostenlose Einrichtungsservice kostenlos ein.
Häufige Fragen
Klein starten, groß wechseln – mit derselben Kasse
SumUp, S-POS oder bestehendes EC-Terminal: Die Anbindung ist in der Kassen-App enthalten und kostet nichts extra.
Quellen & weiterführende Informationen
- SumUp-Integration – Konditionen und Einrichtung auf bispos.app
- S-POS Kassensystem – zertifizierte Sparkassen-Anbindung + Vertrag
- Glossar: ZVT-Protokoll – bestehende EC-Terminals anbinden
Stand: 2. November 2026. Die genannten Konditionen geben den Stand bei Erstellung wieder und können sich ändern – maßgeblich sind die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.