Überblick
Die Kellner-App ist dieselbe BISpicy-POS-App wie auf der Hauptkasse – nur meldet sie sich beim Start nicht als Kasse an, sondern als Kellner-Gerät. Sie läuft auf einem Handheld, Smartphone oder kleinen Tablet, verbindet sich über das WLAN mit der Hauptkasse und arbeitet mit deren Daten: Tische, Artikel, Preise und Mitarbeiter kommen von dort.
Der Unterschied zum Zettel liegt nicht im Papier, sondern in der Zeit: Was der Kellner am Tisch eintippt, steht Sekunden später auf dem Küchenbon. Der Gang zur Kasse entfällt, und die Bestellung ist bereits dem richtigen Tisch zugeordnet.
Gleiches WLAN
Kellner-Gerät und Hauptkasse müssen im selben Netz sein. Die Hauptkasse betreibt den Server, das Kellner-Gerät ist der Gast.
Einmal gekoppelt
Die Kopplung läuft über QR-Code oder sechsstelligen Code – siehe Geräte & Netzwerk. Danach startet die App direkt in der Kellner-Anmeldung.
Mitarbeiter mit PIN
Jeder Kellner meldet sich mit seiner PIN an. Die Mitarbeiter werden an der Hauptkasse gepflegt, nicht am Handheld.
Tagesgenau abgerechnet
Bezahlt werden nur Tage, an denen das Gerät tatsächlich Bestellungen sendet. Der Monatsbetrag ist gedeckelt.
Schritt 1: Anmelden
Nach dem Start zeigt das Gerät die Kellner-Anmeldung. Über den Ziffernblock geben Sie Ihre PIN ein und tippen auf „Anmelden". Die Namensschildchen darüber zeigen, wer sich an dieser Kasse anmelden darf – sie sind eine Gedächtnisstütze, angemeldet wird trotzdem über die PIN.
1PIN eingeben
Die PIN hat vier bis sechs Ziffern und wird an der Hauptkasse unter Einstellungen → Unternehmen → Mitarbeiterverwaltung vergeben. Die Zahl der Punkte über dem Ziffernblock ist reine Anzeige und lässt sich unter Darstellung → PIN-Punkte einstellen.
2Kellner wechseln
Über Menü → Kellner wechseln übergeben Sie das Gerät an die Kollegin, ohne es neu zu starten. Jeder Verkauf bleibt dem angemeldeten Kellner zugeordnet – das ist die Grundlage der späteren Abrechnung.
Schritt 2: Der Tischplan am Handheld
Nach der Anmeldung liegt der Gastraum als Kachelplan vor Ihnen. Oben filtern Sie nach Bereichen – „Alle", „Innenbereich", „Terrasse" –, darunter stehen zwei Zähler für freie und besetzte Tische. Jede Kachel nennt Tischnummer, Namen und Zustand:
Frei
Kein offener Vorgang. Antippen öffnet den Tisch.
Besetzt
Gäste sitzen, die Kachel zeigt die Gästezahl. Antippen führt in die laufende Bestellung.
Reinigung
Direkt nach dem Kassieren – der Tisch ist bezahlt, aber noch nicht wieder eingedeckt.
Ein freier Tisch fragt beim Antippen nach der Gästezahl. Der Hinweis „Max. X Plätze" stammt aus der Kapazität, die an der Hauptkasse hinterlegt ist. Ausführlich beschreibt das die Tischverwaltung.
Schritt 3: Bestellung aufnehmen
Ist der Tisch geöffnet, steht in der Kopfzeile, worum es geht: Tisch, Gästezahl und der bisher bestellte Betrag. Darunter filtern Sie über die Kategorien, tippen Artikel an und sehen unten links den Warenkorb mitwachsen.
Artikel mit Auswahl öffnen einen eigenen Dialog. Pflichtgruppen sind mit Stern gekennzeichnet – ohne Auswahl bleibt „Hinzufügen" gesperrt:
Neben festen Optionen nimmt jede Position einen freien Text auf. Das Feld ist beschriftet mit „z. B. ohne Zwiebeln, gut durchgebraten" – genau die Sonderwünsche, die sonst mündlich in der Küche landen und dort verlorengehen:
1Artikel sammeln
Jeder Antipper legt eine Position in den Warenkorb. Die Leiste unten zeigt Anzahl und Summe; über „Leeren" verwerfen Sie den noch nicht gesendeten Stand.
2An die Küche senden
„Senden" übergibt die Positionen an die Hauptkasse. Von dort laufen sie auf den Küchen- oder Bardrucker beziehungsweise auf das Küchendisplay. Der Warenkorb ist danach leer, die Positionen stehen beim Tisch.
3Nachbestellen
Weitere Gänge kommen genauso dazu: Tisch antippen, Artikel wählen, senden. Unter „Bestehende Bestellung" sehen Sie, was bereits läuft – mit dem Vermerk Warte…, Küche oder Gedruckt.
Schritt 5: Am Tisch kassieren
Der Kellner rechnet dort ab, wo der Gast sitzt. Der Dialog zeigt den offenen Betrag, nimmt den erhaltenen Betrag auf und rechnet das Wechselgeld aus. „Passend" übernimmt den Betrag mit einem Tipp.
Bar und Karte
Angeboten werden die Zahlungsarten der Hauptkasse. Bei Kartenzahlung geht der Betrag an das Terminal – die App weist darauf hin, dass dort fortzufahren ist.
Teilzahlung
Zahlt der Gast einen Teil bar, bleibt der Rest stehen und lässt sich per Karte begleichen. „Noch zu zahlen" führt durch den Vorgang.
Trinkgeld
Wird als eigener Betrag erfasst, sofern die Trinkgeld-Erfassung an der Hauptkasse eingeschaltet ist.
Gutschein und Rabatt
Gutscheincode eingeben oder einen hinterlegten Rabatt wählen – beides zieht der Dialog direkt vom Betrag ab.
Nach der Zahlung erscheint die Bestätigung mit Bonnummer, Zahlungsart und Wechselgeld. Von dort führen drei Wege weiter: Bon drucken, Bewirtungsbeleg ausgeben oder den digitalen Bon anzeigen.
Schritt 6: „Meine Kasse" – die eigene Schicht
Wer selbst kassiert, trägt am Ende des Abends Geld in der Tasche. Meine Kasse macht daraus eine nachvollziehbare Übergabe: Der Kellner öffnet zu Schichtbeginn seine Kasse mit einem Anfangsbestand und rechnet sie am Ende ab.
1Kasse öffnen
Anfangsbestand eintragen – meistens das Wechselgeld, das der Kellner mitbekommt. Ab jetzt zählt die App mit.
2Während der Schicht
Die Übersicht zeigt Barumsatz, Kartenumsatz, Gesamtumsatz und die Zahl der Bons. „Aktualisieren" holt den Stand von der Hauptkasse nach.
3Abrechnen
Beim Abrechnen tragen Sie den gezählten Bestand ein. Die App stellt ihn dem erwarteten Barbestand gegenüber und weist die Differenz aus. Die Abrechnung lässt sich später erneut ausdrucken.
Schritt 7: Verbindung, Sprache, Vollbild
Der Punkt Status im Menü beantwortet die Frage, die im Betrieb am häufigsten aufkommt: Hängt das Gerät noch an der Kasse? Angezeigt werden Verbindungszustand, Name und Adresse der Hauptkasse sowie der Umfang der geladenen Daten.
Bricht das WLAN weg, meldet die App „Master-Gerät nicht erreichbar" und bietet „Erneut verbinden" an. Bestellungen, die noch nicht gesendet wurden, bleiben im Warenkorb – gesendet werden sie erst, wenn die Verbindung wieder steht.
Unter Einstellungen stehen drei Dinge: die App-Sprache (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Thai), der Vollbildmodus, der die Systemleisten ausblendet, und App beenden. Über Verbindung trennen lösen Sie das Gerät von der Hauptkasse – danach ist eine neue Kopplung nötig.
Was am Kellner-Gerät bewusst nicht geht
Ein Kellner-Gerät ist kein zweiter vollständiger Kassenplatz. Diese Grenzen sind gewollt – sie halten die fiskalischen Pflichten an einer Stelle:
- Keine eigene TSE. Jede Zahlung wird an der Hauptkasse signiert. Ist die Hauptkasse aus, kann das Handheld nicht kassieren.
- Kein Z-Bon, kein Kassenbuch. Tagesabschluss, Einlagen und Entnahmen bleiben der Hauptkasse vorbehalten.
- Keine Artikelpflege. Artikel, Preise, Kategorien und Mitarbeiter werden an der Hauptkasse oder im Kundencenter gepflegt und heruntergeladen.
- Keine Design-Umschaltung. Die Kellner-Ansicht läuft im dunklen Design; ein Umschalter ist am Gerät nicht vorgesehen.
- Getrennte Rechnungen und Zusammenlegen laufen über die Hauptkasse.