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Zuletzt aktualisiert: 27. September 2026

Kellner-App am Handheld

Anmelden, Tisch öffnen, bestellen, kassieren, abrechnen – der gesamte Service am Gerät in der Hand, ohne Weg zur Hauptkasse.

Überblick

Die Kellner-App ist dieselbe BISpicy-POS-App wie auf der Hauptkasse – nur meldet sie sich beim Start nicht als Kasse an, sondern als Kellner-Gerät. Sie läuft auf einem Handheld, Smartphone oder kleinen Tablet, verbindet sich über das WLAN mit der Hauptkasse und arbeitet mit deren Daten: Tische, Artikel, Preise und Mitarbeiter kommen von dort.

Der Unterschied zum Zettel liegt nicht im Papier, sondern in der Zeit: Was der Kellner am Tisch eintippt, steht Sekunden später auf dem Küchenbon. Der Gang zur Kasse entfällt, und die Bestellung ist bereits dem richtigen Tisch zugeordnet.

Tischplan in der BISpicy POS Kellner-App auf dem Handheld: Filterleiste mit Alle, Innen, Sushi-Bar und Terrasse, Zähler für 12 freie und einen besetzten Tisch sowie Kacheln für Tisch 1 bis 6, darunter der rot markierte Tisch 2 mit drei Gästen
Der Gastraum am Handheld: Bereichsfilter oben, darunter die Zähler für frei und besetzt. Ein besetzter Tisch zeigt zusätzlich, für wie viele Gäste er geöffnet wurde.
Gleiches WLAN

Kellner-Gerät und Hauptkasse müssen im selben Netz sein. Die Hauptkasse betreibt den Server, das Kellner-Gerät ist der Gast.

Einmal gekoppelt

Die Kopplung läuft über QR-Code oder sechsstelligen Code – siehe Geräte & Netzwerk. Danach startet die App direkt in der Kellner-Anmeldung.

Mitarbeiter mit PIN

Jeder Kellner meldet sich mit seiner PIN an. Die Mitarbeiter werden an der Hauptkasse gepflegt, nicht am Handheld.

Tagesgenau abgerechnet

Bezahlt werden nur Tage, an denen das Gerät tatsächlich Bestellungen sendet. Der Monatsbetrag ist gedeckelt.

Schritt 1: Anmelden

Nach dem Start zeigt das Gerät die Kellner-Anmeldung. Über den Ziffernblock geben Sie Ihre PIN ein und tippen auf „Anmelden". Die Namensschildchen darüber zeigen, wer sich an dieser Kasse anmelden darf – sie sind eine Gedächtnisstütze, angemeldet wird trotzdem über die PIN.

Kellner-Anmeldung der BISpicy POS App mit Ziffernblock, sechs leeren PIN-Punkten, dem Namensschildchen Sabine Sato und der zweisprachigen Schaltfläche Sign In / Anmelden
Anmeldung am Kellner-Gerät: PIN über den Ziffernblock, die Namensschildchen darüber zeigen die anmeldeberechtigten Mitarbeiter. Der Knopf ist bewusst zweisprachig beschriftet — für Personal, das kein Deutsch liest.
1PIN eingeben

Die PIN hat vier bis sechs Ziffern und wird an der Hauptkasse unter Einstellungen → Unternehmen → Mitarbeiterverwaltung vergeben. Die Zahl der Punkte über dem Ziffernblock ist reine Anzeige und lässt sich unter Darstellung → PIN-Punkte einstellen.

2Kellner wechseln

Über Menü → Kellner wechseln übergeben Sie das Gerät an die Kollegin, ohne es neu zu starten. Die Anmeldemaske erscheint sofort und leer – die nächste PIN lässt sich direkt eintippen. Jeder Verkauf bleibt dem angemeldeten Kellner zugeordnet, und im Menü steht ab dem Wechsel der neue Name; das ist die Grundlage der späteren Abrechnung.

„Anmeldung fehlgeschlagen" heißt nicht immer „falsche PIN". Dieselbe Meldung erscheint, wenn die Hauptkasse das Gerät gar nicht kennt – etwa weil die Kopplung nie abgeschlossen wurde. Prüfen Sie in dem Fall an der Hauptkasse unter Einstellungen → Geräte & Netzwerk → Kellner-Geräte, ob das Gerät dort aufgeführt ist. Steht die Liste auf null, hilft keine PIN der Welt.

Wird das Gerät dort gelöscht, merkt es das selbst: Es zeigt binnen weniger Sekunden wieder die Ersteinrichtung, statt in der Bedienung hängen zu bleiben und bei jedem Tipp eine Fehlermeldung zu zeigen. Danach lässt es sich ganz normal neu koppeln.
1 Ersteinrichtung der BISpicy Kasse auf dem Handheld mit Begrüssung und Sprachauswahl — dieser Bildschirm erscheint von selbst, sobald das Gerät an der Hauptkasse aus der Geräteliste entfernt wurde
2 Ansicht Kellner-Geräte an der Hauptkasse mit null verbundenen und null gekoppelten Geräten als Gegenprobe
3 Kellner-Anmeldung mit der roten Meldung Ungültiger PIN-Code unter den PIN-Punkten als Beispiel für einen echten PIN-Fehler
Fehlersuche in zwei Blicken. Links meldet das Handheld, dass die Kasse es nicht kennt – dann führt die Schaltfläche darunter direkt zur Kopplung. Die Gegenprobe steht in der Mitte: An der Hauptkasse ist die Geräteliste leer. Rechts zum Vergleich ein echter PIN-Fehler – der nennt sich beim Namen. Die klaren Meldungen kommen mit dem nächsten App-Update; ältere Stände zeigen in allen drei Fällen nur „Anmeldung fehlgeschlagen“.

Schritt 2: Der Tischplan am Handheld

Nach der Anmeldung liegt der Gastraum als Kachelplan vor Ihnen. Oben filtern Sie nach Bereichen – „Alle", „Innenbereich", „Terrasse" –, darunter stehen zwei Zähler für freie und besetzte Tische. Jede Kachel nennt Tischnummer, Namen und Zustand:

Frei

Kein offener Vorgang. Antippen öffnet den Tisch.

Besetzt

Gäste sitzen, die Kachel zeigt die Gästezahl. Antippen führt in die laufende Bestellung.

Reinigung

Direkt nach dem Kassieren – der Tisch ist bezahlt, aber noch nicht wieder eingedeckt.

Ein freier Tisch fragt beim Antippen nach der Gästezahl. Der Hinweis „Max. X Plätze" stammt aus der Kapazität, die an der Hauptkasse hinterlegt ist. Ausführlich beschreibt das die Tischverwaltung.

Schritt 3: Bestellung aufnehmen

Ist der Tisch geöffnet, steht in der Kopfzeile, worum es geht: Tisch, Gästezahl und der bisher bestellte Betrag. Darunter filtern Sie über die Kategorien, tippen Artikel an und sehen unten links den Warenkorb mitwachsen.

Artikel mit Auswahl öffnen einen eigenen Dialog. Pflichtgruppen sind mit Stern gekennzeichnet – ohne Auswahl bleibt „Hinzufügen" gesperrt. Welche Fragen ein Artikel stellt, legen Sie in BIS ERP fest, das Handgerät übernimmt sie von der Hauptkasse: Modifikatoren einrichten.

Auswahldialog für eine Poke Bowl Veggie in der Kellner-App mit der Pflichtgruppe Reis (Sushi-Reis ausgewählt, Vollkornreis plus 0,50 Euro) und den Extras Extra Lachs, Extra Avocado, Edamame und Röstzwiebeln mit ihren Aufpreisen
Artikel mit Auswahl: Die Pflichtgruppe „Reis“ ist mit Stern gekennzeichnet, jedes Extra trägt seinen Aufpreis. Erst mit vollständiger Auswahl wird „Hinzufügen“ aktiv.

Für die Bestellaufnahme gibt es zwei Ansichten. Neben der Kategorie-Auswahl liegt ein Umschalter: Er zeigt die Karte als durchgehende Speisekarte, in der die Unterkategorien als Überschriften stehen — praktisch, wenn der Gast vorliest statt zu zeigen. Das Gerät merkt sich die Wahl.

Bestellaufnahme in der Speisekarten-Ansicht der Kellner-App: durchgehende Liste mit den Abschnitten All-you-can-eat, Bowls und California, jeweils mit Artikeln und Preisen, unten der Warenkorb mit zwei Positionen und der Schaltfläche Senden
Zweite Ansicht für die Bestellaufnahme: eine durchgehende Karte mit Abschnitten statt Kategorie-Chips. Der Umschalter sitzt rechts neben den Kategorien.

Neben festen Optionen nimmt jede Position einen freien Text auf. Das Feld ist beschriftet mit „z. B. ohne Zwiebeln, gut durchgebraten" – genau die Sonderwünsche, die sonst mündlich in der Küche landen und dort verlorengehen:

Dialog für eine Poke Bowl Lachs in der Kellner-App mit den Extras, einer Mengensteuerung, dem ausgefüllten Feld Bemerkung mit dem Text „Ohne Wasabi, Ingwer extra“ und der Gesamtsumme 12,90 Euro
Sonderwünsche wandern in das Bemerkungsfeld und stehen damit auf dem Küchenbon – statt mündlich weitergegeben zu werden.

Gang und Platz wählen

Über der Artikelliste stehen zwei weitere Zeilen. In der ersten wählen Sie den Gang, in der zweiten den Platz am Tisch. Die Wahl gilt für jeden Artikel, den Sie danach antippen, bis Sie umschalten. „Alle“ bei Platz lässt den Platz offen. Die Platzzeile zeigt so viele Plätze, wie im Tischplan für den Tisch hinterlegt sind (höchstens acht), und erscheint erst ab zwei Plätzen.

Welche Gänge hier stehen, legt Ihr Betrieb in BIS ERP fest; das Handgerät zeigt dieselbe Liste wie die Hauptkasse. Ist für einen Artikel ein Standardgang hinterlegt, landet er in diesem Gang, auch wenn oben ein anderer gewählt ist. Wie Sie die Gänge pflegen, steht unter Küchenbon: Gänge.

Bestellaufnahme für Tisch 3 mit 2 Gästen in der Kellner-App: oben die Kategorien mit Speisen und den Untergruppen Beilagen, Burger, Würste und Snacks, darunter die Gänge Getränke, Vorspeise, Hauptgang (gewählt) und Nachspeise, darunter die Platzwahl Alle, 1, 2, 3, 4 und die Artikelliste mit Beef Burger, Bratwurst und weiteren Speisen
Gang und Platz stehen über der Artikelliste. Wer hier „Platz 1“ wählt, muss später nicht fragen, wer den Burger bestellt hat: Die Küche sieht den Platz auf der Bestellung.
1Artikel sammeln

Jeder Antipper legt eine Position in den Warenkorb. Die Leiste unten zeigt Anzahl und Summe; über „Leeren" verwerfen Sie den noch nicht gesendeten Stand.

2An die Küche senden

„Senden" übergibt die Positionen an die Hauptkasse. Von dort laufen sie auf den Küchen- oder Bardrucker beziehungsweise auf das Küchendisplay. Der Warenkorb ist danach leer, die Positionen stehen beim Tisch.

3Nachbestellen

Weitere Gänge kommen genauso dazu: Tisch antippen, Artikel wählen, senden. Was schon läuft und wie weit die Küche ist, zeigt „Bestehende Bestellung“ – siehe nächster Abschnitt.

Getrennte Rechnungen entstehen nicht am Handheld, sondern an der Hauptkasse – siehe Splitbuchung.

Stand in der Küche live verfolgen

Ob ein Gericht fertig ist, sehen Sie am Handgerät, ohne zur Küche zu gehen. Jede gesendete Position trägt ihren Stand, und das Gerät zieht ihn von selbst nach, sobald an der Hauptkasse oder am Küchendisplay weitergeschaltet wird. Sie müssen den Tisch dafür weder verlassen noch neu öffnen. Das gilt ab Kasse 1.3.3 auf Hauptkasse und Handgerät.

1„Bestehende Bestellung“ öffnen

Tippen Sie im geöffneten Tisch oben rechts auf den grünen Zähler (Beleg-Symbol mit der Zahl der Positionen). „Bestehende Bestellung“ listet alle gesendeten Positionen mit ihrem Stand. Über „Kassieren“ geht es von hier direkt zur Abrechnung.

Fenster Bestehende Bestellung 1010 in der Kellner-App mit 3 Artikeln: Bier 0,33 Liter, Cola 0,33 Liter und Beef Burger, jeweils mit dem grünen Vermerk An Küche, darunter Gesamt 12,40 Euro und die Schaltflächen Kassieren und Schließen
Direkt nach dem Senden steht bei jeder Position „An Küche“. Damit ist klar: Die Bestellung ist angekommen, niemand muss nachfragen.
2Die Küche schaltet weiter

An der Hauptkasse steht die Bestellung im Bestellmanagement (Symbol mit der Häkchen-Liste oben in der Verkaufsansicht). Dort wird sie mit „Starten“, „Fertig“ und „Serviert“ weitergeschaltet. Mit Küchendisplay geschieht das dort.

Bestellmanagement der Hauptkasse mit den Spalten Neu, In Arbeit, Fertig und Wartet auf Kassieren: Tisch 3 steht unter In Arbeit mit Bier 0,33 Liter für Platz 2, Cola 0,33 Liter für Platz 1 und Beef Burger Normal, Medium für Platz 1, darunter die Schaltflächen Fertig und Kassieren
Tisch 3 ist von „Neu“ nach „In Arbeit“ gewandert. Die Plätze aus der Bestellaufnahme stehen an jeder Position, so kommt das richtige Gericht vor den richtigen Gast.
3Das Handgerät zieht nach

Bei offener „Bestehende Bestellung“ stand der neue Stand im Test jeweils etwa eine halbe Sekunde nach dem Weiterschalten am Handgerät.

Vier Aufnahmen derselben Bestellung 1010 am Kellner-Handgerät nebeneinander: zuerst alle Positionen mit An Küche, dann mit In Arbeit, dann mit Fertig und zuletzt mit Serviert
Dieselbe Bestellung viermal: An Küche, In Arbeit, Fertig, Serviert. Wer „Fertig“ sieht, holt ab, statt in der Küche nachzufragen.
StandBedeutung
BestelltErfasst, aber noch nicht an die Küche gegangen.
An KücheGesendet, die Küche hat noch nicht angefangen.
In ArbeitDie Küche bereitet zu.
FertigWartet auf den Service.
ServiertBeim Gast.
StorniertDie Position ist storniert. Sie bleibt sichtbar, damit niemand rätselt, wohin sie verschwunden ist.

Schritt 4: Die vier Optionen am Tisch

In der geöffneten Tischansicht führt das Drei-Punkte-Menü zu allem, was mit dem Tisch selbst zu tun hat:

Geöffnetes Optionsmenü an einem besetzten Tisch in der Kellner-App mit den Einträgen Kassieren, Tisch wechseln, Tisch frei Rechnung offen und Tisch freigeben
Alles zum Tisch an einer Stelle: abrechnen, umsetzen, die Rechnung unter einem Namen parken oder den Tisch ohne Abrechnung freigeben.

Rechnet den Tisch direkt am Handheld ab. Der Ablauf steht im nächsten Abschnitt.

Setzt die gesamte Bestellung auf einen anderen freien Tisch um – für Gäste, die nach drinnen ziehen, wenn es regnet. Details unter Tischwechsel.

Der Tisch wird sofort wieder frei, die offene Rechnung bleibt unter einem Gast- oder Tab-Namen bestehen. Gedacht für Hotelgäste und Stammtische, die heute essen und später zahlen. Ohne Namen lässt sich die Rechnung später nicht wiederfinden – deshalb ist das Feld Pflicht.

Stellt den Tisch ohne Abrechnung auf frei – etwa wenn er versehentlich geöffnet wurde. Steht noch eine Bestellung offen, fragt die App ausdrücklich nach und nennt den Betrag.

Schritt 5: Am Tisch kassieren

Der Kellner rechnet dort ab, wo der Gast sitzt. Der Dialog zeigt den offenen Betrag, nimmt den erhaltenen Betrag auf und rechnet das Wechselgeld aus. „Passend" übernimmt den Betrag mit einem Tipp.

Kassieren-Dialog der Kellner-App mit dem offenen Betrag 10,70 Euro, der Zahlungsart Bargeld, dem Eingabefeld Erhalten mit 20, der Schaltfläche Passend, einer Zifferntastatur und dem errechneten Wechselgeld 9,30 Euro
Kassieren am Tisch: offener Betrag, erhaltener Betrag und Wechselgeld. „Passend“ übernimmt den Betrag mit einem Tipp.

Nach dem Abschluss fasst die Kasse den Vorgang zusammen: Bonnummer, Betrag, Zahlungsart und – bei Barzahlung – das herauszugebende Wechselgeld. Von hier aus geht der Beleg direkt weiter.

Bestätigung nach dem Kassieren in der Kellner-App mit Bonnummer 1001, Betrag 10,70 Euro, Zahlart Bargeld, hervorgehobenem Wechselgeld 9,30 Euro und den Schaltflächen Bon drucken, Bon mit Bewirtungsbeleg und Digitaler Bon
Der Abschluss zeigt das Wechselgeld gross — und bietet den Beleg gleich in drei Formen an: gedruckt, als Bewirtungsbeleg oder digital per QR-Code.
Bar und Karte

Angeboten werden die Zahlungsarten der Hauptkasse. Bei Kartenzahlung geht der Betrag an das Terminal – die App weist darauf hin, dass dort fortzufahren ist.

Teilzahlung

Zahlt der Gast einen Teil bar, bleibt der Rest stehen und lässt sich per Karte begleichen. „Noch zu zahlen" führt durch den Vorgang.

Trinkgeld

Wird als eigener Betrag erfasst, sofern die Trinkgeld-Erfassung an der Hauptkasse eingeschaltet ist.

Gutschein und Rabatt

Gutscheincode eingeben oder einen hinterlegten Rabatt wählen – beides zieht der Dialog direkt vom Betrag ab.

Nach der Zahlung erscheint die Bestätigung mit Bonnummer, Zahlungsart und Wechselgeld. Von dort führen drei Wege weiter: Bon drucken, Bewirtungsbeleg ausgeben oder den digitalen Bon anzeigen.

Dialog Digitaler Bon anzeigen in der Kellner-App mit großem QR-Code und dem Hinweis, den QR-Code zu scannen oder das Handy an das Gerät zu halten
Nach der Zahlung: Der Gast scannt den QR-Code oder hält sein Handy an das Gerät – ein Bondrucker am Gürtel wird damit entbehrlich.
Ohne Drucker am Gürtel: Der Gast scannt den QR-Code – oder hält sein Handy an das Gerät, wenn beide NFC beherrschen. Der Beleg liegt dann in seinem Browser, nicht auf Thermopapier. Mehr dazu unter Digitaler Kassenbon.

Schritt 6: „Meine Kasse" – die eigene Schicht

Wer selbst kassiert, trägt am Ende des Abends Geld in der Tasche. Meine Kasse macht daraus eine nachvollziehbare Übergabe: Der Kellner öffnet zu Schichtbeginn seine Kasse mit einem Anfangsbestand und rechnet sie am Ende ab.

Ansicht Meine Kasse in der Kellner-App mit Anfangsbestand, Barumsatz, Kartenumsatz, Gesamtumsatz und Bonanzahl, den Schaltflächen Aktualisieren und Kasse abrechnen sowie dem Hinweis, dass dies kein steuerlicher Beleg ist
Die Schicht des Kellners: Anfangsbestand, Umsätze nach Zahlungsart und Bonanzahl. Der Hinweis unten stellt klar, dass der Z-Bon an der Hauptkasse entsteht.
1Kasse öffnen

Anfangsbestand eintragen – meistens das Wechselgeld, das der Kellner mitbekommt. Ab jetzt zählt die App mit.

2Während der Schicht

Die Übersicht zeigt Barumsatz, Kartenumsatz, Gesamtumsatz und die Zahl der Bons. „Aktualisieren" holt den Stand von der Hauptkasse nach.

3Abrechnen

Beim Abrechnen tragen Sie den gezählten Bestand ein. Die App stellt ihn dem erwarteten Barbestand gegenüber und weist die Differenz aus. Die Abrechnung lässt sich später erneut ausdrucken.

Die Kellner-Abrechnung ist kein steuerlicher Beleg. Sie ist eine Übergabehilfe zwischen Kellner und Chef. Der fiskalische Tagesabschluss – der Z-Bon – entsteht ausschließlich an der Hauptkasse, weil dort die TSE sitzt. Die App schreibt diesen Satz selbst unter die Ansicht.

Schritt 7: Verbindung, Sprache, Vollbild

Der Punkt Status im Menü beantwortet die Frage, die im Betrieb am häufigsten aufkommt: Hängt das Gerät noch an der Kasse? Angezeigt werden Verbindungszustand, Name und Adresse der Hauptkasse sowie der Umfang der geladenen Daten.

Statusansicht der Kellner-App mit grünem Hinweis Verbunden, Name und IP-Adresse der Hauptkasse, der Übersicht geladener Daten mit 13 Tischen, 16 Kategorien und 96 Produkten sowie dem Hinweis, dass „Verbindung trennen“ in den Einstellungen liegt
Der Status beantwortet die häufigste Frage im Betrieb: Hängt das Gerät noch an der Kasse – und mit welchem Datenstand? Der Punkt „Verbindung trennen“ selbst sitzt in den Einstellungen.

Bricht das WLAN weg, meldet die App „Hauptkasse nicht erreichbar" und bietet „Erneut verbinden" an. Bestellungen, die noch nicht gesendet wurden, bleiben im Warenkorb – gesendet werden sie erst, wenn die Verbindung wieder steht.

Unter Einstellungen stehen die App-Sprache (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Thai), das dunkle Design, der Vollbildmodus, der die Systemleisten ausblendet, und App beenden. Ganz unten liegt Verbindung trennen: Damit lösen Sie das Gerät von der Hauptkasse, und es kehrt in die Ersteinrichtung zurück, wo Sie es neu koppeln können.

Einstellungs-Dialog der Kellner-App mit der Auswahl der App-Sprache, den Schaltern für Vollbildmodus und dunkles Design sowie den rot hervorgehobenen Punkten App beenden und Verbindung trennen samt Erklärung
Die Einstellungen der Kellner-App auf einen Blick. „Verbindung trennen“ steht unten und sagt in einem Satz, was danach passiert — das Gerät zeigt wieder die Ersteinrichtung.
Warum „Verbindung trennen" nicht mehr im Hauptmenü steht: Der Punkt lag früher direkt unter „Kellner wechseln" – ein Fingerbreit daneben, und das Gerät war mitten im Service von der Kasse gelöst. Er liegt jetzt bewusst eine Ebene tiefer in den Einstellungen.

Entfernt jemand das Gerät an der Hauptkasse aus der Geräteliste, während die App läuft, bleibt sie nicht hilflos stehen: Sie erkennt das, löst ihre Kopplung selbst und zeigt wieder die Ersteinrichtung – dort koppeln Sie neu. Ein kurzer WLAN-Aussetzer löst das nicht aus, dafür braucht es die ausdrückliche Auskunft der Kasse.

Was am Kellner-Gerät bewusst nicht geht

Ein Kellner-Gerät ist kein zweiter vollständiger Kassenplatz. Diese Grenzen sind gewollt – sie halten die fiskalischen Pflichten an einer Stelle:

  • Keine eigene TSE. Jede Zahlung wird an der Hauptkasse signiert. Ist die Hauptkasse aus, kann das Handheld nicht kassieren.
  • Kein Z-Bon, kein Kassenbuch. Tagesabschluss, Einlagen und Entnahmen bleiben der Hauptkasse vorbehalten.
  • Keine Artikelpflege. Artikel, Preise, Kategorien und Mitarbeiter werden an der Hauptkasse oder im Kundencenter gepflegt und heruntergeladen.
  • Das dunkle Design ist die Voreinstellung – umschalten können Sie es am Gerät selbst unter Menü → Einstellungen. Die Einstellung gilt nur für dieses Handheld; die Hauptkasse behält ihre eigene.
  • Getrennte Rechnungen und Zusammenlegen laufen über die Hauptkasse.
Ortsunabhängig arbeiten? Wenn das Gerät nicht im selben WLAN hängen soll – etwa im Biergarten nebenan oder auf einer Veranstaltung –, gibt es die Kellner-Cloud. Sie ist in Geräte & Netzwerk beschrieben.

Fehlversuche und Lösungen

Diese Fälle sind bei Kunden und in unseren eigenen Tests tatsächlich aufgetreten.

Der Stand ändert sich erst, wenn ich den Tisch verlasse und wieder öffne

Ursache: Hauptkasse oder Handgerät läuft mit einer Kasse vor Version 1.3.3. Bis dahin meldete die Hauptkasse einen neuen Stand nur an das Küchendisplay, nicht an die Kellner-Geräte.

Lösung: Die App „BISpicy Kasse“ auf der Hauptkasse und auf jedem Kellner-Gerät im Google Play Store aktualisieren. Ab 1.3.3 kommt der neue Stand ohne Tischwechsel an. Welche Version die Hauptkasse hat, zeigt Einstellungen mit dem Suchbegriff „Version“ (Eintrag „App-Version“, siehe Anzeige-Einstellungen).

Am Handgerät steht nur „Warte…“ oder ein Drucker-Symbol, nie „In Arbeit“ oder „Fertig“

Ursache: Das Kellner-Gerät läuft mit einer Kasse vor Version 1.3.2. Ältere Fassungen verstanden die Stände der Hauptkasse nicht.

Lösung: Das Kellner-Gerät aktualisieren. Für die Live-Aktualisierung ohne Tischwechsel braucht es 1.3.3 (siehe oben).

Die Zeile „Platz“ fehlt

Ursache: Der Tisch hat nur einen Platz. Die Platzwahl erscheint erst ab zwei Plätzen; angeboten werden höchstens acht.

Lösung: An der Hauptkasse im Tischplan die Kapazität des Tisches erhöhen, siehe Tischverwaltung.

Die Platzwahl zeigt immer nur 1 bis 4, auch an großen Tischen

Ursache: Die Platzwahl richtet sich nach der Kapazität, die im Tischplan für den Tisch hinterlegt ist, ab Werk 4. Ein Kellner-Gerät vor Kasse 1.3.2 zeigte außerdem immer fest 1 bis 4.

Lösung: An der Hauptkasse im Tischplan den Tisch bearbeiten und die Kapazität auf die echte Platzzahl setzen (Zone & Kapazität festlegen). Am Kellner-Gerät oben rechts auf Aktualisieren tippen und die Kasse gegebenenfalls auf 1.3.2 oder neuer bringen. Mehr als acht Plätze bietet die Platzwahl nicht an.

Bestellaufnahme für Tisch 4 mit 1 Gast in der Kellner-App: Kategorien, Gänge und die Platzwahl Alle, 1, 2, 3, 4, 5 und 6
Tisch 4 hat im Tischplan 6 Plätze, also bietet das Handgerät Platz 1 bis 6 an. Eine gepflegte Kapazität genügt, eine Einstellung am Handgerät gibt es dafür nicht.

Der Gang heißt am Gerät „Nachspeise“, in BIS ERP aber „Dessert“

Ursache: Die Kasse zeigt die fünf mitgelieferten Gänge in der Sprache des Geräts, solange ihr Name in BIS ERP unverändert ist. Auf einem deutschen Gerät wird „Dessert“ dabei zu „Nachspeise“ (Stand Kasse 1.3.3).

Lösung: Nichts zu tun, gemeint ist derselbe Gang. Soll überall genau Ihr Wort stehen, benennen Sie den Gang in BIS ERP um (z. B. „Desserts“). Einen umbenannten Gang übernimmt die Kasse wörtlich.

Häufige Fragen zur Kellner-App

Dieselbe Meldung erscheint, wenn die Hauptkasse das Gerät nicht als gekoppelt führt. Prüfen Sie an der Hauptkasse unter Einstellungen → Geräte & Netzwerk → Kellner-Geräte die Zahl der verbundenen Geräte. Steht sie auf null, koppeln Sie neu – mit QR-Code oder mit Code und Server-Adresse; beide Felder sind nötig, sonst bleibt „Verbinden" grau.

Technisch ist die Zahl nicht begrenzt; in der Praxis richtet sie sich nach der Größe des Betriebs. Abgerechnet wird tagesgenau je Gerät und nur für Tage mit tatsächlicher Nutzung – die Staffel steht in Geräte & Netzwerk.

Der Warenkorb bleibt auf dem Gerät stehen. Gesendet wird erst, wenn die Verbindung wieder da ist – über „Erneut verbinden" im Status. Bereits gesendete Positionen liegen zu diesem Zeitpunkt sicher bei der Hauptkasse.

Ja – der Bon läuft auf den Drucker, der an der Hauptkasse dafür zugewiesen ist; ein mobiler Bluetooth-Bondrucker am Gürtel ist ebenfalls möglich. Ohne Drucker bleibt der digitale Bon: QR-Code scannen oder Handy an das Gerät halten.

Nein. „Meine Kasse" ist eine informative Schichtabrechnung für die Geldübergabe. Der steuerlich relevante Abschluss ist der Z-Bon an der Hauptkasse.

Nein. Ab Kasse 1.3.3 zieht das Handgerät den Stand jeder Position (An Küche, In Arbeit, Fertig, Serviert) von selbst nach, sobald an der Hauptkasse oder am Küchendisplay weitergeschaltet wird – auch bei geöffnetem Tisch. Voraussetzung ist, dass Hauptkasse und Handgerät beide auf 1.3.3 oder neuer sind.

Weiterführende Anleitungen