Kartenzahlung war für kleine Betriebe lange eine Rechnung mit drei Unbekannten: ein Terminal mit Vertragsbindung, eine Kassensoftware mit Monatsgebühr und die Frage, ob beides überhaupt miteinander spricht. Bei BISpicy POS ist die Anbindung Teil der kostenlosen Kassen-App – Sie zahlen die Transaktionsgebühren Ihres Zahlungsdienstleisters und die gesetzlich vorgeschriebene TSE, sonst nichts.
Aktuell wird das Thema noch dringlicher: Nach den Eckpunkten des Bundesfinanzministeriums soll ab 2027 jeder Betrieb neben Bargeld mindestens eine digitale Bezahloption anbieten – ohne Umsatzgrenze. Was dort genau steht und was das für die girocard bedeutet, haben wir im Ratgeber zur Pflicht auf digitale Zahlungsannahme aufgeschrieben.
Fünf Wege, Karten anzunehmen
SumUp
Kartenlesegerät per Bluetooth. Laut Anbieter unterstützt: Solo, Solo Lite, Air, 3G und PIN+. Kein Grundgebühr-Tarif nötig, Abrechnung je Zahlung. Zur SumUp-Anbindung
SumUp Tap to Pay
NFC-Kartenzahlung direkt auf dem Kassengerät, ohne zusätzliche Hardware. Praktisch für den mobilen Einsatz – zur girocard-Frage siehe den Hinweis weiter unten.
Zettle Kartenzahlung
Zettle Card Reader per Bluetooth oder USB-C. Für Betriebe, die den Reader schon im Einsatz haben und die Kasse darauf aufsetzen wollen.
S-POS der Sparkasse
NFC-Kartenzahlung App-to-App auf demselben Gerät oder mit dem S-POS Cube. Den Händlervertrag können Sie direkt über uns abschließen. Zur S-POS-Anbindung
EC-Kartenterminal im Netzwerk (ZVT/OPI)
Das klassische Terminal bleibt, wo es ist: Die Kasse spricht es über ZVT oder OPI im Netzwerk an – unterstützt werden unter anderem PAYONE, CCV/VR Payment, Verifone und Ingenico. Voraussetzung ist nur, dass Kasse und Terminal im selben Netzwerk hängen. Wer also schon einen Händlervertrag mit guten Konditionen hat, behält ihn und bindet das vorhandene Gerät einfach an.
Der Betrag wandert ins Terminal, nicht in die Finger
Der praktische Gewinn einer angebundenen Kartenzahlung ist nicht die Bequemlichkeit, sondern die weggefallene Fehlerquelle: Die Kasse überträgt den Betrag, der Kunde hält die Karte auf, das Terminal meldet das Ergebnis zurück. Damit kann der klassische Zahlendreher am Terminal nicht mehr passieren – der, den man erst beim Kassenabschluss bemerkt und dann nicht mehr sauber aufklären kann.
Anschließend läuft der normale Weg weiter: Der Bon wird über die BSI-zertifizierte Cloud-TSE signiert, die Zahlungsart landet mit im DSFinV-K-Export und in den Berichten. Für die Buchhaltung lässt sich jeder Zahlungsart ein DATEV-Konto zuordnen, damit Kartenumsätze und Barumsätze getrennt gebucht werden.
Was es kostet
| Posten | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Kassen-App je Gerät | 0 € | dauerhaft, ohne Transaktionsgebühren an uns |
| Kartenzahlungs-Anbindung | 0 € | in der App enthalten, für alle fünf Wege |
| Cloud-TSE je Kasse | 264 €/Jahr (22 €/Monat) | gesetzlich vorgeschrieben, deckt die Kassenpflicht 2028 ab; monatlich 25 €, Flex-Tarif 120 € Einrichtung bei jedem Neuabschluss zzgl. 30 €/Monat |
| Transaktionsgebühren | je Anbieter | gehen direkt an den Zahlungsdienstleister – im Rechner vergleichen |
| Terminal | je Anbieter | vorhandene Geräte lassen sich weiter nutzen |
| Einrichtung | 0 € | Einrichtungsservice inklusive Betreuung nach dem Start |
Alle Preise zzgl. MwSt. Die TSE-Tarife und Zusatzmodule stehen vollständig auf der Preisseite. Transaktionsgebühren richten sich nach dem Vertrag mit Ihrem Zahlungsdienstleister; maßgeblich sind allein dessen Preise und Bedingungen.
Vor der Anschaffung: auf girocard achten
Die Eckpunkte zur Pflicht ab 2027 verlangen mindestens ein europäisches Zahlungsverfahren – gemeint sind Systeme wie die girocard oder Wero. Visa und Mastercard sind keine europäischen Verfahren. Native girocard-Akzeptanz ohne Co-Badge gibt es bei SumUp seit dem 19. August 2025, zunächst auf dem Terminal Solo mit angekündigtem Rollout auf weitere Geräte; für Tap to Pay ist sie bislang nicht angekündigt. Solange der Gesetzestext fehlt, ist ein Terminal mit girocard-Akzeptanz die sichere Wahl – Tap to Pay bleibt die schnelle Ergänzung für unterwegs.
Passend für Ihren Betrieb
Die Kasse läuft auf einem gewöhnlichen Android-Tablet und kommt ohne eigenen Server aus. Wie die Kartenzahlung im jeweiligen Arbeitsablauf aussieht, steht auf den Branchenseiten:
- Gastronomie – Tischverwaltung, Splitrechnung, Kartenzahlung am Tisch über die Kellner-Anbindung
- Imbiss und Foodtruck – kleine Beträge, hohe Bonzahl; hier entscheidet das Fixum je Zahlung
- Einzelhandel – Barcode-Scan, Retouren, getrennte Umsatzauswertung je Zahlungsart
- Massage- und Wellness-Studios – Terminplaner und Abrechnung in einem
- Handwerk – Abrechnung beim Kunden, Kartenzahlung mobil
- Handyshops – Reparaturannahme, Gerätean- und -verkauf, Kartenzahlung
Startaktion: 15 € Startguthaben
Wer eine bezahlte TSE-Lizenz nutzt und die erste Kartenzahlung über die SumUp-Anbindung abwickelt, bekommt 15 € Startguthaben automatisch mit der nächsten Rechnung verrechnet – ohne Antrag, ohne Belegvorlage. Bedingungen und Fristen stehen auf der Seite zur BISpicy Startaktion.
Häufige Fragen
Kasse laden, Terminal verbinden, kassieren
Die App ist kostenlos und ohne Registrierung testbar. Für die Einrichtung stellen Sie Ihre Daten bereit – den Rest übernehmen wir.
Weiterführende Seiten
- Ratgeber: Digital bezahlen wird Pflicht – die Eckpunkte für 2027
- Gebühren-Rechner: SumUp, Zahlungen Plus und S-POS mit eigenen Zahlen
- SumUp-Anbindung im Detail
- S-POS-Anbindung im Detail
- Registrierkassenpflicht 2028 – der laufende Stand
- Was an einer kostenlosen Kasse wirklich 0 € kostet
Stand: 22. September 2026. Angaben zu Terminals und Konditionen geben den Stand zum angegebenen Datum wieder; maßgeblich sind allein die Preise und Bedingungen des jeweiligen Zahlungsanbieters. SumUp, Zettle, die Sparkassen-Organisation und die genannten Terminal-Hersteller sind nicht Anbieter dieser Kassensoftware. Die Angaben zur geplanten Pflicht auf digitale Zahlungsannahme beruhen auf der Berichterstattung über das Eckpunktepapier des Bundesfinanzministeriums; ein beschlossenes Gesetz liegt nicht vor. Alle Preise zzgl. MwSt.